Begegnung mit Zeitzeuge Stefan Horvath
Ende April und Anfang Mai hatten die Klassen 2ak und 2bk die Gelegenheit, den Zeitzeugen Stefan Horvath persönlich kennenzulernen. In eindrucksvoller und sehr persönlicher Weise berichtete er aus seinem Leben als Angehöriger der Volksgruppe der Roma und Sinti.
Stefan Horvath erzählte von seiner Kindheit und seinem Aufwachsen in der Romasiedlung in Oberwart. Besonders bewegend waren seine Schilderungen der dramatischen Ereignisse rund um den rassistisch motivierten Anschlag im Jahr 1995 durch den Terroristen Franz Fuchs. Bei diesem Anschlag verlor Horvath seinen Sohn. Dieser Verlust hat sein Leben nachhaltig geprägt und ihn dazu veranlasst, seine Geschichte zu erzählen. Neben seinen Erzählungen las er auch ein selbst verfasstes Gedicht vor, das viele Schüler*innen tief berührte. Darüber hinaus stellte er Fragen zur Reflexion über zentrale Themen wie „Verzeihen, Vergeben und Hass“. Diese regten die Klassen dazu an, sich intensiv mit den eigenen Einstellungen und Werten auseinanderzusetzen.
Ein zentrales Thema seines Vortrags war auch der alltägliche Umgang mit Ausgrenzung und stereotypen Zuschreibungen, die er selbst sowie viele andere Angehörige der Roma- und Sinti-Gemeinschaft über lange Zeit erfahren mussten und in manchen Fällen weiterhin erleben. Er machte dabei deutlich, dass es ihm ein großes Anliegen ist, seine persönlichen Erlebnisse zu teilen, um Bewusstsein zu schaffen und einen Beitrag zur Bekämpfung von Vorurteilen, Rassismus und gesellschaftlicher Intoleranz zu leisten.













